… zum Abschied leise Servus
Vermutlich bin ich der letzte offizielle deutsche Verbands- und Vereinsfunktionär, der heute in Göteborg noch letzte Büro- und Redaktionsarbeiten erledigt. Und jetzt habe auch ich endlich Zeit, mich mit wohlgesetzten Worten von unserer Göteborg-Berichterstattung zu verabschieden.
Ich möchte all denen danken, die die Arbeit des DFSS hier vor Ort möglich gemacht haben. Damit meine ich – nicht nur dem Prinzip der Anciennetät folgend – die Schar der Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer und Vorstandsmitglieder, die den Verein in der Vergangenheit aufgebaut haben. Ohne sie alle wäre die Berichterstattung auf unserer neuen Onlineplattform nicht möglich gewesen.
Die konkrete Hilfe in der Gegenwart ging aber insbesondere von zwei Mithelfern aus, die – eine im Vordergrund, der andere im Hintergrund – Zuarbeiten erbracht haben, ohne die ich mich in Göteborg hätte zerreißen müssen: Isolde König hat mit ihren persönlich-dynamischen Berichten täglich den Esprit der Meisterschaften und der Stadt nachgezeichnet. Martin Woitag hat als Webmaster von seinem Heimatstützpunkt Magdeburg aus das Räderwerk unserer Internettechnik geschmiert und am Laufen gehalten.
Ich selber werde Göteborg nicht so schnell vergessen können – wenn überhaupt. Hier haben meine ersten Weltmeisterschaften stattgefunden. Mit der Besonderheit, dass ich selber icht mitgeschwommen bin. Das würde ich gerne ändern. Hier habe ich aber auch ein Land kennen gelernt, dass einen ganz eigenen Charme hat. Die lebensoffene Haltung der schwedischen Menschen, ihre Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft, ihre Fröhlichkeit und ihr Beharrungsvermögen – wenn es um das Einhalten von Regeln geht. All das verführt mich, dieses Land so schnell wie möglich wieder zu befahren, um es erfahren zu können.
Nachdem ich den gestrigen Tag (Anm.: 7.8.2010) am Delsjön-See verbracht und an Foto- und Videomaterial ungefähr 2 Gigabyte Daten gesammelt hatte, habe ich die gestrige Nacht – ohne Teilnahme an der offiziellen Verabschiedung – mit einer sehr speziellen Feier verbracht: ich habe den Filmbericht über den Open-Water-Wettbewerb zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens zusammengestellt, fertig geschnitten, leider nicht speziell vertont, und anschließend ins Netz gestellt. Meinem Zimmernachbarn Werner Hensel (Dresden) habe ich damit eine unruhige Nacht beschert, aber er hat es mir nicht übel genommen.
Die Nacht war lang, hat mir aber mit einem Feuerwerk über Göteborg ein wenig die anstrengende Arbeit aufgeheitert. Wie sagte Isolde König heute früh beim Frühstück zu mir: “Du bist doch selbst schuld!” – recht hat sie!!!
Mit meinen Nachtaufnahmen vom gestrigen Feuerwerk verabschiede ich mich von der Online-Berichterstattung aus Göteborg, verspreche Ihnen/Euch ein wirklich cooles “Göteborg-Heft” der MASTERS INFO und freue mich auf künftige Hefte. Sie werden bunt und lustig, klug und nützlich sein.
-Joachim Gutsche-





